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Unsere Geschichte

1955: Am 15. Dezember wird der Grundstein zur Vereinsgründung gelegt. Aus den ca. 20 zur Gründungssitzung erschienenen Personen werden folgende sechs zur ersten Vorstandschaft gewählt:

1. Vorsitzender: August Fischer, 2.: Otto Weyh

1. Schriftführer Anton Schmid, 2.: Anna Ruf

1. Kassier: Erich Märkert, 2.: Ruppert Reisinger

Somit ist für das Erste die Theorie einer Vereinsgründung abgeschlossen. Damit der praktische Teil eines Turnvereins auch ordnungsgemäß abgehalten werden kann, gewinnt Hans Penninger 2 Übungsleiter und Josefa Fischer und Xaver Sailer für den neuen Verein.

1956: Am 16. Januar ist es dann soweit – der erste Trainingstag kann beginnen. Ort der Begegnung war, und ist auch heute noch, jeden Dienstag und Freitag Abend in der Turnhalle der Schule an der Senftenauer Straße. Ab April wird dann auch der Donnerstag Abend von der Stadt genehmigt. Noch im selben Jahr kann die erste Kindernikolausfeier veranstaltet werden.

1957: Es hat sich etwas getan innerhalb des ersten Jahres. Insgesamt zählen nun schon 177 Personen zum Verein, davon 2/3 Kinder. Im Mai diesen Jahres übernimmt Otto Weyh den Vorsitz von August Fischer. Zusammen mit den übrigen FTM-Vereinen kann im September das neue Jugendheim in Dachau-Mitterndorf eröffnet werden. In den nächsten 2 Jahren nehmen aktive Sportler an zahlreichen sportlichen Großveranstaltungen teil.

Die 60-er Jahre: Nach nur fünf Jahren des Bestehens des Vereins wird der Name von FT München-Kleinhadern in Freie Turnerschaft München-West umbenannt. Nach einem Bilderbuchstart der Vereinsarbeit macht sich nun die erste Krise breit. Nur noch jeweils 6 Mitarbeiter in Vereinsführung und Turnbetrieb leisten dem Verein weiterhin die Treue. Erst die Anschaffung eines neuen großen Trampolins bringt den erhofften Aufschwung mit sich. Des weiteren kann nun, da die Benutzung der Gymnastikhalle genehmigt ist, das Programmangebot etwas erweitert werden. Xaver Sailer tritt dort mit der neu eingeführten Skigymnstik einen ungeheuren Boom los. Gleichzeitig schulte er auf diese Weise seinen Nachfolger Hans Müller, der über Jahrzehnte bei uns als Übungsleiter tätig war! Wegen des immensen Anstiegs der Leistungsanforderungen im Trampolinsport, wird die letzte Wettkampfriege des Vereins aufgelöst. Im Gerätturnen vollzog sich dieser Akt bereits einige Jahre zuvor.

Die 70-er Jahre: Die erste Handlung im neuen Jahrzehnt ist die Übergabe des 1. Vorsitzes von Otto Weyh an seinen Sohn, Karl Weyh, der dieses Amt über 30 Jahre lang innehält. Neue Aufgaben kommen auf den Verein zu, so wird z.B. das für die FT München organisierte Kindersportfest zum Muster für die folgenden Jahre. Ein neues Hoch zeichnet sich ab, zumindest in den Kleinstkinderturnstunden. Unter der Leitung von Luise Sümmich turnen bereits bis zu 40 Kinder. Einige Jahre später prägen wieder stark sinkende Mitgliederzahlen das Vereinsleben. Einziger Lichtblick bleibt das Jugendturnen, das aus allen Nähten zu bersten droht. Auch das 20-jährige Jubiläum steht an, welches ausgelassen gefeiert wird. Weitere positive Nachrichten machen die Runde: Erstmalig kann auch in den Ferien der Gymnastikbetrieb fortgeführt werden; die Damengymnastik muss auf Grund des gewaltigen Andrangs geteilt werden; der Trainingsbetrieb kann nun bis 21.30h gehalten werden. Unerfreuliche Nachrichten hingegen kommen aus der Führungsriege; Erich Märkert, der Kassier, ist schwer erkrankt und hinterlässt eine große Lücke. Neu eingerichtet werden, aus dem Standardspiel der Spielstunde, Volleyball, und aus dem alten Duschraum entsteht ein Tischtenniskeller. Ein erneuter Wechsel steht zum Ende des Jahrzehnts an: Die Beitragskassierer Otto Weyh und Josef Fischer Übergeben ihr Amt an Renate Mayr, Rita Stengl und Gisela Breuer.

Die 80-er Jahre: Ein schlechter Start in die neue Dekade – Es kursiert mal wieder die Nachricht der rückläufigen Mitgliederzahlen. Besonders betroffen ist diesmal die Anzahl der Kinder. Ausgleichend dazu startet der neue Renner des Vereinsprogramms; die Jazzgymnastik unter der Leitung von Annemarie von Thun. Unter dem Motto „25 Jahre FTM-West“ wird das Jubiläum des Vereins mit vielen Veranstaltungen gefeiert. Nach nun mehr als 25 Jahren steht ein weiteres Novum an: Tischtennis, unter der Leitung von Franz Art und Manfred Lühmann bereichert das Vereinsprogramm. Mitte der 80-er Jahre nehmen dann auch die Mitgliederzahlen wieder zu. Dies ist vor allem auch am Gerätturnen für Jugendliche und Erwachsene deutlich zu erkennen. Im Laufe der Jahre hat sich bereits einiges getan und so gab es mehrere öffentliche Auftritte bei den Stadtteilwochen und beim Tag des Sports. Eine gute Übungsleiterausbildung wird immer wichtiger. Viele Helfer und Vorturner entscheiden sich, diesen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft zu tun. Ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft ist die Umstellung der Mitgliederverwaltung auf rein rechnergestützte Datenverarbeitung.

Die 90-er Jahre: Georg F. Schneider, engagierter Turntrainer, wechselt zu uns und baut hier eine sehr aktive Bubengerätturngruppe auf. Der Anfang für mehr als 10 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit ist gemacht. Die Vorschulkinder sind seit Jahren sehr zahlreich und brauchen immer wieder viele Helfer-Innen aus der Jugendgruppe. Die Angel-Dancers, Mädchen der FTM-West und des ESV Laim, unter der engagierten Leitung von Anschi von Thun, haben sich zur erfolgreichen Show-Tanzgruppe hochgearbeitet. Viele Auftritte, u.a. bei den Vereinsfaschingsfesten, verleihen ihnen ein besonderes Ansehen im Verein. Anfang 1996 erreicht die Mitgliederzahl ein neues Hoch: 603 Mitglieder zählt nun der Verein. Aber nicht nur die Turner schlagen sich wacker bei ihren Wettkämpfen; auch die Volleyballer halten sich gut in der Freizeitliga und zeigen souveräne Leistungen bei ihren Turnieren. Um weiterhin die gute Trainingsqualität in allen Disziplinen beizubehalten setzt der Verein auf die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung von jungen Übungsleitern. Step-Aerobic, mit Sabine Sailer, schließt die Lücke, die durch die Auflösung der Jugendjazztanzgruppe entstanden ist. Vor dem Jahrtausendwechsel macht sich Unlust breit im Vorstand: Seit 20 Jahren sind Vereinsführung, Mitgliederverwaltung, Kasse und Buchhaltung in denselben Händen. Niemand Neues will sich mit deren Verwaltung befassen.

Das neue Jahrtausend / Millennium: Die Diskussionen über die Zukunft des Vereins führen zu mehreren Gesprächsrunden. Erst zum Anfang des Jahres 2001 wird eine Lösung sichtbar: Die Vereinsleitung wird komplett neugestaltet: Zum ersten Mal wird eine Frau zum Vorstand gewählt: Ariane Gerritzen. Erstmals gibt es auch eine offizielle Geschäftsstelle bei Monika Etterer, die ja schon seit vielen Jahren über ihre Übungsleitertätigkeit hinaus wertvolle organisatorische Arbeit zuverlässig und schnell erledigt. Gisela Breuer bleibt 2. Kassiererin und gewährleistet dadurch einen reibungslosen Übergang. Der Neuanfang wird aber nicht einfach: Es dauert, bis alle Akteure, auch die Übungsleiter-Innen und Vorturner-Innen, die neuen Verständigungswege finden und nutzen. Zu allem Überfluss bewirkt ein Schwelbrand in der Turnhallendecke eine mehrwöchige Sperrung der Turnhalle. Nutzungsgebühren sind ab jetzt auch für jede reguläre Hallenstunde an die Stadt zu zahlen. Ein kleines seelisches Highlight ist da das neue Jugendheim in Dachau-Mitterndorf. Es ist nicht nur gut gelungen, sondern auch noch vergleichsweise billig. Die Mitgliederzahlen gehen immer weiter auf ein neues Tief zurück: 409. Auch bei den Kindern werden die Reihen lichter. Junge ÜbungsleiterInnen wandern, studienhalber oder berufsbedingt, ab. Wir steuern auf eine neue Talsohle zu. Dies ist zwar anstrengend und ärgerlich, aber durchaus nicht neu. Während der vergangenen 50 Jahre haben wir schon 7 oder 8 solcher Tiefpunkte äberwunden. Wie in Wellenbewegungen ging es ständig auf und nieder. Kann das ein Trost sein, dass es Anderen auch nicht besser geht? Es scheint kein Rezept zu geben, mit dem man eine ständig gleichmäßige Entwicklung garantieren kann. Das muss wohl daran liegen, dass wir es ausschließlich mit Menschen zu tun haben.